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Herbst mit dem Tschechischen Zentrum

1.9.2005

Programm des Tschechischen Zentrums für den Herbst 2005

Do 8.9.-5. 10.  Fotoausstellung:

Paranoia 9/11 von Antonín Kratochvíl      

Vernissage im Tschechischen Zentrum um 19:00 Uhr. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl jener Fotografien des bedeutenden tschechischen Fotografen, die 2004 in New York City und Washington entstanden und unter dem Titel Paranoia 9/11 zusammengefasst, durch die er versucht die veränderte Atmosphäre auf den Straßen amerikanischer Städte nach dem Terroranschlag des 11. September 2001 zu erfassen und darzustellen.

 

Do 15. 9. – 17. 9. Präsentation

Karlsbad                               

täglich in der Lugner City

Die Präsentation gibt Einblick in die Besonderheiten und Eigenheiten der, während der Herrschaftszeit von Karl IV gegründeten Kurstadt Karlsbad, deren Geschichte, Architektur und Wirtschaft stets unzertrennlich mit den, dort fließenden warmen Mineralquellen verbunden war und ist.

 

Fr 16. 9. – 30. 9. Filmvorführung:

Neue Filme aus der Filmakademie (FAMU)             

Premiere im Schikaneder um 21:00 Uhr Beginnzeiten ¨

weiterer Vorstellungen unter www.schikaneder.at    

Gezeigt werden die acht besten, preisgekrönten Filme, des  „FAMUfest“-Festivals, das,1983 entstanden, den Studierenden und Lehrenden der Film- und Fernsehfakultät der Akademie Prag die Möglichkeit geben soll die entstandenen Arbeiten auch außerhalb der Akademie reflektieren  zu können.

          

Mo 19.9. Film:

Der blutige Roman von Regisseur Josef Brabec 

in der Botschaft der Tschechischen Republik um 19:30 Uhr. „Der blutige Roman“, das 1924 fertiggestellte Kultwerk des tschechischen Schriftstellers Josef Váchal, das zweierlei: Ehrung und Parodie des Genres der Volkslektüre – ebenfalls „blutiger Roman“ genannt – darstellt, wird in seiner filmischen Umsetzung gezeigt, die viel Romantik, Brutalität, Absurdität und eigenwilligen Humor enthält.

 

Mo 26.9. Film:

Das Geheimnis der Burg in den Karpaten            von Regisseur Oldøich Lipský                           

in der Botschaft der Tschechischen Republik um 19:30 Uhr. Anlässlich des 100. Todestages von Jules Vernes wird der Film in Anlehnung an das Buch „Die geheimnisvolle Burg in den Karpaten“ gezeigt. Die freundliche Parodie, die viel Inspiration durch das Werk Jules Vernes und viele Elemente aus dem Werk enthält, besticht neben tschechischem Humor auch durch seine bildnerische Gestaltung.

 

Do 29. 9. Präsentation

„Mit T-Shirt gegen den Kommunismus“                     

im Tschechischen Zentrum Wien um 19:00 Uhr

„Mit T-Shirt gegen Kommunismus“ ist eine Kampagne für die Senkung der Popularität und Wahlpräferenzen des Kommunismus und der Kommunisten in der Tschechischen Republik. Es handelt sich um eine gewaltlose künstlerisch-bildende Aktion, die auf die Gefahr der kommunistischen Ideologie aufmerksam machen möchte. Eine Möglichkeit, wie man für diese Idee Werbung machen kann, ist das T-Shirt gegen Kommunismus tragen und die T-Shirts werden auch im Tschechischen Zentrum verkaufen.

           

Fr 30. 9. – 9. 10. Filmschau:

Retrospektive des Regisseurs Jan Svìrák     

Kolja

Tmavomodrý svìt

Obecná škola

Jízda

Akumulátor 1

Ropáci

Premiere im Topkino um 20:00 Uhr; Beginnzeiten weiterer Vorstellungen unter www.topkino.at

Jan Svìráks Werk wurde bereits zweimal mit der höchsten Auszeichnung der Filmbranche geehrt. Den ersten Oscar bekam er für seinen Studienabschlussfilm „Ropáci“, den zweiten für „Kolja“, als besten ausländischen Film, der bereits in über 40 Staaten erfolgreich aufgeführt wurde. Man darf gespannt sein auf diese Retrospektive eines der interessantesten Regisseure der tschechischen Filmgegenwart.

 

Mi 5. 10. Jubiläumsfeier des Slawistiks:

230 Jahre Bohemistik an der UniWien   

im Tschechischen Zentrum Wien um 19:00 Uhr

Das Wiener Institut für Slawistik feiert sein 230jähriges Bestehen mit Lehrenden und Studierenden, AbsolventInnen und Interessierten, wobei Kurzpräsentationen von aktuellen Publikationen der Schule der Wiener Bohemistik auf dem Programm stehen, sowie Musik zur Untermalung des geselligen Beisammenseins.

 

Fr 7. 10. Konzert:

Der Finnische Barock

Club Nachtasyl. Stumpergasse 53-55, 1060 Wien, um 22:00 Uhr. Es ist kein Zufall, dass die erfolgreichste Band Österreichs aus Tschechien kommt. Eine Legende sowohl in Tschechien wie im Ausland, die Band Der Finnische Barock mit Leadsänger František Skála gehört zu den Wenigen, die internationalen Ruhm erreichten, ohne Kompromisse an Ihrem Werk machen zu müssen. Man kann nichts Neues über Finnischen Barock schreiben, vielleicht nur ein paar respektvolle leere Zeilen. (Beginn diesmal pünktlich). Tel.: 596 99 77.

 

 

Mi 12. 10. –17. 11.  Ausstellung:

Bilder von Martina Riedelbauchová 

Vernissage im Tschechischen Zentrum um 19:00 Uhr

Weiße Leinwand oder Papier sind die leeren Räume, die Martina Riedelbauchová zum Füllen inspirieren. Sie befasst sich mit Farben, Linien, Formen und Räumen und deren gegenseitiger Beeinflussung. Laut ihrer Eigendefinition ist ihre Kunst „bunte, positiv gestimmte, spielerische, dekorative, organische Abstraktion, den Zufallsmoment ausnützend, inspiriert durch Naturstrukturen und –erscheinungen“, die auch Elemente der Eingeborenenkunst (zB. der Aborigines) miteinbezieht.

 

Mo 17. 10. Kurzfilme

Frau Le Murie von Regisseur Petr Václav      

Unisono von Regisseur Saša Gedeon

Im Flug durch die Welt von Regisseur M. Šteindler                      

in der Botschaft der Tschechischen Republik um 19:30 Uhr. Drei bemerkenswerte Filme: „Frau Le Murie“ gewann den Preis für die beste Dokumentation beim Internationalen Festival der Filmschulen in München und wurde für den Oscar in der Kategorie Studentenfilme nominiert. „Unisono“ war Teil des EU-Filprojektes „EU Visions of Europe“, bei welchem 25 bedeutende Regisseure der EU Mitgliedsstaaten ihre Vision des vereinigten Europas darstellten. Milan Šteindler wirkte für einige Zeit als Moderator des Fernsehjournals „Im Flug durch die Welt“, das Reportagen aus aller Welt beinhaltet.  

 

18. 10.  - 3. 11. Theaterfestival: THEATERSUCHT

Di,Mi 18.10.+19.10. Tanz der Spielsachen -> Petr Nikl

Do 20. 10. Wiederkehrende Rückkehr -> Theater Vizita

Fr 21. 10. Verkehrte Kehrseite -> Theater Vizita

Sa,So 22.10.+23. 10. Ausstellung von Martin Velíšek & Du, der du schifährst -> Weißes Theater aus Ostrava

Mo,Di 24.10.+25. 10. Urbild -> Buchteln und Puppen           

Do,Sa 27.10.+29. 10. Savitri -> Theater Líšeò

Mi,Do 02.11.+3. 11. Barocke Oper -> Theater der Brüder Forman

- im Theater BRETT, jeweils um 20:00 Uhr        

 

Fr,Sa 21. + 22. 10. Internationales Symposium über Roma in der Tschechischen Republik und Österreich

In Drosendorf findet ein internationales Semniar über Roma in der Tschechischen Republik und Österreich statt, sowie ein Symposium begleitet von Musik und Filmen. Für die Organisation zeichnen sich verantwortlich: Die Waldviertler Akademie und der Filmclub Drosendorf, mit Unterstützung des Tschechischen Zentrums Wien.

 

Fr 28.10.- 17.11. Film:

Tschechischer Traum, Regie: Vít Klusák & Filip Remunda. Premiere im TopKino um 21:00 Uhr, Beginnzeiten weiterer Vorstellungen unter www.topkino.at  . Der Film über Illusion und Materialismus wurde beim 48. internationalen Filmfestival in San Francisco mit dem Golden Globe Award für die beste Hauptabenddokumentation ausgezeichnet.

 

Fr 4. 11.  Konzert:

Petra Holubcová &Martin Levický

Universität  für Musik und darstellende Kunst Wien um 19:00 Uhr. Das erste Konzert dieser Art fand 2003 in Prag statt und findet nun seine Fortsetzung und Ausweitung. Studierende der Musikfakultät der Prager Akademie für Musische Künste schlossen sich mit jenen der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst zusammen und präsentieren sich gemeinsam der Öffentlichkeit. Das erste der vier Konzerte wird von den beiden mehrfach ausgezeichneten Studierenden Petra Holubcová und Martin Levický gegeben.

 

Di 8. 11. – 10. 11.  Präsentation:

Bad Luhaèovice

im Tschechischen Zentrum täglich von 9-17 Uhr 

Die Bad Luhaèovice AG stellt Heiltherapie-, Erholungs- und Wellnessaufenthalte des 108 km von Wien entfernten, schönen Kurort der tschechischen Republik vor, wo Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates, Erkrankungen der Atemwege und des Vedauungstraktes, Herz- und Kreislaufbeschwerden, sowie Diabetes behandelt werden.

 

Do 10. 11. Präsentation:

Südmähren in Wien      

- Geschäftlich

- Literatur Tagasyl um 20:00 Uhr

- Musik - Rockbands aus Südmähren im Nachtasyl um 20:00 Uhr. Südmähren in verschiedenen Facetten kann in der „Langen Nacht der südmährischen Lesungen, Verhandlungen und Tänze“ erlebt werden, die an drei verschiedenen Orten in Wien stattfindet, wobei es einen kaufmännischen Teil gibt, der für Handlungsgespräche zwischen Unternehmen aus Südmähren, Wien und Niederösterreich vorgesehen ist, einen literarischen und einen musikalischen.

 

Do 17. 11. Konzert: Vìra Bílá

in der Sargfabrik. Die laut dem britischen Blatt „The Guaridian“ „berühmteste Roma Sängerin der Welt“ stellt mit ihrer Band Kale ihr neues Album vor. Ihre Musik beinhaltet Pop-, Jazz- lateinamerikanische- und Ethno-Einflüsse und sie spielt überwiegend eigene Kompositionen.

 

Mo 21. 11. Film:

Göttliche Ema von Regisseur Jiøí Krejèík in der Botschaft der Tschechischen Republik um 19:30 Uhr

Der Film „Die göttliche Ema“ zeichnet nicht nur das, größtenteils sehr tragische Leben der tschechischen Opernsängerin von Weltruhm nach, sondern ist außerdem eine Metapher der Unterdrückung durch das kommunistische Regime.

 

Di 22. 11. – 10. 1. Ausstellung:

Graphiken von Vojtìch Preissig Vernissage im Tschechischen Zentrum um 19:00 Uhr. Die Ausstellung stellt den vielseitigen Künstler vor, der als Begründer der modernen tschechischen Graphik angesehen wird, die tschechische moderne Kunst über die Staatsgrenze beeinflusste, der neben Alfons Mucha als eine der Leitfiguren des Jugendstils gilt und dessen Leben 1944 in Dachau beendet wurde, nachdem er durch Plakate für die Gründung einer unabhängigen Tschechoslowakei von den Nazis als Bedrohung angesehen wurde.

 

Do 24. 11. Konzert:

Schulhoff-Quartett

im Arnold Schönberg Center um 18:30 Uhr

Obwohl sie ihre Karrieren in verschiedene renommierte Orcherster und Ensembles wie zu den Wiener Philharmonikern, dem Wiener Kammerorchester und dem Petersen Quartett geführt haben, erhielten die vier Musiker ihre Zusammenarbeit aufrecht und gründete 2001 sogar ein festes Quartett, dessen spezielles Bestreben es ist, Musik der Komponisten des eigenen Landes, die Opfer des Holocaust wurden, wieder zurück nach Zentraleuropa zu bringen, wo sie ihren Ursprung hat.

 

Mo 28. 11. Film:

Fimfárum, Regie: Aurel Klimt&Vlasta Pospíšilová

in der Botschaft der Tschechischen Republik um 19:30 Jan Werichs Märchen, die bereits zu den Klassikern tschechischer Literatur zählen dienten als Inspiration für diesen Film, der vier seiner Erzählungen: „Die geizige Barka“, „Wenn die Eiche ihre Blätter verliert“, „Der erfüllte Traum“ und „František Fürchtmichnicht“ enhält. Diese filmische Umsetzung wurde 2002  mit dem Tschechischen Löwen für die beste filmische Ausstattung ausgezeichnet.

 

Di 1. 12. Lesung:

Gerhard Oberkofler – Käthe Spiegel

im Tschechischen Zentrum um 19:00 Uhr

Die Lebensgeschichte von Käthe Spiegel ist keine erfundene: Die im altösterreichisch-deutschen Bildungsbürgertum von Prag aufgewachsene Jüdin entschied sich für eine Laufbahn als Historikerin und zog sich trotz Erniedrigung der zur NS-Ideologie überlaufenden Professoren nicht ins private Leben zurück, sondern setzte sich verstärkt zB. für die Durchsetzung von Frauenrechten ein. Sie wurde 1941 nach Lotz deportiert, das Datum ihrer Ermordung ist nicht bekannt.

 

Mi 14. 12. Konzert:

Petr Maceèek 

im Tschechischen Zentrum um 19:00 Uhr

Petr Maceèek war bereits Konzertmeister des Slowakischen Kammerorchesters, Mitglied des Ensembles Capella Istropolitana, Konzertmeister des Sukschen Kammerorchesters und seit Herbst 1997 ständiger Leiter des Prager Kammerorchesters.  In den letzten zwei Saisonen trat er zusätzlich als Solist für den Jahreszyklus der AMU und in der St. Georgs-Basilika auf der Prager Burg auf. Er realisierte unter anderem eine Serie von Solo- und Kammerkonzerten in New York mit Mitgliedern der New Yorker Metropolitan Oper.




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